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Vor 20 Jahren: der Autojahrgang 2006 — und welche Birnen in ihm stecken

Von Sebi Veröffentlicht am

Frontansicht eines Opel Corsa D, des meistzugelassenen Autos aus dem Jahrgang 2006

Das Wichtigste zuerst

30 Pkw-Baureihen, für die wir eine eigene Birnenliste führen, liefen im Jahr 2006 an — vom Opel Corsa D über den Škoda Fabia 2 bis zum Audi R8. Zum 1. Januar 2026 waren von ihnen noch 1.419.371 Fahrzeuge in Deutschland zugelassen (KBA-Bestand; Stand unserer Tabellen: 5. Oktober 2026). Allein Corsa D (415.539) und Fabia 2 (286.072) stellen fast die Hälfte davon.

Zehn Jahre nach dem Jahrgang 1996 ist die Frage im Scheinwerfer entschieden: 19 der 30 Baureihen fahren eine H7 im Abblendlicht, nur noch 7 eine H4, und 14 boten Xenon als Ausführung an. Die eigentliche Neuheit sitzt aber hinten: 23 von 30 tragen schon an mindestens einer Stelle eine fest verbaute LED — beim Jahrgang 1996 waren es 2 von 18.

Vorne: die H7 hat gewonnen

1996 stand es im Abblendlicht noch unentschieden — heute zählen wir in jenem Jahrgang 11 Baureihen mit H4 und 10 mit H7 (einige führen beides, je nach Scheinwerfer). Zehn Jahre später ist das vorbei. Im Jahrgang 2006 hat die H7 die Mitte des Marktes übernommen: Kleinwagen wie Corsa D und Peugeot 207, Vans wie S-Max und Galaxy, Kompakte wie Kia Cee'd und Volvo C30 und fast alle Transporter.

Die H4 hält sich nur noch an drei Stellen:

  • bei den Robusten — Ford Transit und Ford Ranger,
  • bei den US-Importen — Chrysler Nitro und Dodge Caliber, dazu der Suzuki SX4,
  • in den Basis-Scheinwerfern von Škoda Fabia 2 und Roomster, die je nach Ausführung H4 oder H7 tragen.

Und die Japaner gehen eigene Wege: Der Toyota RAV4 nutzt eine H11 im Abblendlicht, der Toyota Auris eine HIR2, der Mitsubishi Outlander eine HB4. Wer bei diesen Autos blind eine H7 bestellt, bestellt falsch.

Im Fernlicht ist das Bild bunter: 12 Baureihen fahren dort eine H7, 10 eine H1. Eine Besonderheit dieses Jahrgangs ist die H15 — eine Halogenlampe mit zwei Glühfäden (55 und 15 Watt), die Fernlicht und Tagfahrlicht in einer Fassung macht. Sie steckt in den drei Schwester-Transportern Fiat Ducato 250, Citroën Jumper und Peugeot Boxer sowie im VW Eos.

H7 — OSRAM Night Breaker 220 (2er-Set)

Die H7 ist die Abblendlicht-Birne von 19 der 30 Baureihen dieses Jahrgangs; Osram gibt für diese Serie bis zu 220 Prozent mehr Helligkeit an.

Osram NIGHT BREAKER 220, H7, +220% mehr Helligkeit, Halogen-Scheinwerferlampe, 64210NB220-2HB, Faltschachtel (2 Lampen)

OSRAM Night Breaker 220 H7 ansehen *

H7 — PHILIPS RacingVision GT200 (2er-Set)

Das Gegenstück von Philips, laut Hersteller mit bis zu 200 Prozent mehr Helligkeit — ebenfalls als Paar, denn Scheinwerferlampen wechselt man am besten auf beiden Seiten.

Philips RacingVision GT200 H7 Scheinwerferlampe +200% set

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Xenon wird Mittelklasse

14 der 30 Baureihen führen eine Xenon-Ausführung — 1996 waren es 5 von 18. Und es sind längst nicht mehr nur Oberklasse-Autos wie Mercedes CL, Mercedes GL, BMW X5 oder Audi R8: Auch Ford S-Max und Galaxy, VW Eos, Audi TT, Volvo C30, Opel Antara, Mitsubishi Outlander, der Toyota Auris und sogar der Mercedes Sprinter haben eine.

Der häufigste Brenner dieses Jahrgangs ist der D1S (9 Baureihen), daneben stehen D2S (4), D3S (2), D4S (Toyota Auris) und D2R (Mitsubishi Outlander). Eine einzige Baureihe kennt sogar schon den LED-Scheinwerfer: den Audi R8 — allerdings nicht von Anfang an, sondern laut unseren Daten ab 2008 beim V10. Die V8-Ausführung der ersten Jahre fährt Bi-Xenon.

Die LED kommt — zuerst in den kleinen Leuchten

Im Scheinwerfer ist sie 2006 noch die Ausnahme, in den Signalleuchten schon fast die Regel. So viele der 30 Baureihen tragen an der jeweiligen Stelle in mindestens einer Ausführung eine fest verbaute LED:

LeuchteBaureihen mit fest verbauter LED
Dritte Bremsleuchte19 von 30
Schlusslicht11 von 30
Bremslicht10 von 30
Seitenblinker10 von 30
Tagfahrlicht9 von 30
Standlicht5 von 30

Wichtig ist das „in mindestens einer Ausführung": Bei manchen Baureihen kam die LED erst mit der Modellpflege dazu — beim Volvo C30 zum Beispiel das LED-Tagfahrlicht im Frontspoiler ab Modelljahr 2011, beim Kia Cee'd die LED-Heckleuchten mit dem Facelift. Wer ein frühes Exemplar fährt, hat an derselben Stelle oft noch eine Glühlampe.

Für die Praxis heißt das: Bei diesen Leuchten gibt es keine Birne zu wechseln. Fällt eine fest verbaute LED aus, wird die ganze Leuchte getauscht — warum das so ist, steht in LED-Scheinwerfer defekt. Im Vergleich: 1996 saß in genau zwei Baureihen überhaupt LED-Technik, beide Male in der dritten Bremsleuchte.

Die kleinen Lampen sind dagegen geblieben, was sie waren: 29 der 30 Baureihen haben eine W5W im Standlicht, 24 eine PY21W im vorderen Blinker und 21 eine P21W im Rückfahrlicht. Wie verbreitet diese drei in ganz Deutschland sind, steht in Die häufigste Autobirne Deutschlands.

2006 war auch ein Transporter-Jahrgang

Sechs der 30 Baureihen sind Transporter: Ford Transit, VW Crafter, Mercedes Sprinter NCV3 sowie das Trio Fiat Ducato 250, Citroën Jumper und Peugeot Boxer. Zusammen sind von ihnen noch 214.809 Fahrzeuge zugelassen — gut ein Siebtel des ganzen Jahrgangs.

Gerade bei ihnen lohnt der Blick auf die Modellseite, bevor Du bestellst: Der Ducato 250 und seine beiden Schwestern nutzen H7 im Abblendlicht, H15 für Fernlicht und Tagfahrlicht, W16W oder WY5W im Seitenblinker und P21W in der dritten Bremsleuchte — eine Kombination, die man aus dem Pkw nicht kennt. Den Sprinter wiederum gab es auch mit D1S-Xenon.

Wie lange so ein Jahrgang hält

Zwischen dem 1. Januar 2019 und dem 1. Januar 2026 ist der Bestand dieser 30 Baureihen von 2.056.715 auf 1.419.371 Fahrzeuge gefallen — ein Minus von 31 Prozent in sieben Jahren. Der Jahrgang 1996 hat im selben Zeitraum 57 Prozent verloren (nach unserem heutigen Datenstand mit 18 Baureihen). Das Diagramm zeigt die sechs größten Baureihen von 2006; die Achse ist linear, jede Höhe ist also wirklich eine Menge.

KBA-Bestand je Generation, 2019 bis 2026 — Summe der Fahrzeugbestände zum 1. Januar über die HSN/TSN-Schlüssel jeder Generation. Nicht zugeordnete Schlüsselnummern zählen nicht mit, die Werte sind damit Untergrenzen.
KBA-Bestand je Generation, 2019 bis 2026
Jahr 207 1S-Max 1Galaxy 2Corsa DRoomster 1Fabia 2 Gesamt
2019 ca. 184.778 Fahrzeugeca. 118.402 Fahrzeugeca. 116.445 Fahrzeugeca. 555.495 Fahrzeugeca. 123.750 Fahrzeugeca. 379.718 Fahrzeuge ca. 1.478.588 Fahrzeuge
2020 ca. 172.889 Fahrzeugeca. 110.204 Fahrzeugeca. 108.379 Fahrzeugeca. 536.527 Fahrzeugeca. 119.484 Fahrzeugeca. 367.352 Fahrzeuge ca. 1.414.835 Fahrzeuge
2021 ca. 161.678 Fahrzeugeca. 103.346 Fahrzeugeca. 101.623 Fahrzeugeca. 516.364 Fahrzeugeca. 115.402 Fahrzeugeca. 353.886 Fahrzeuge ca. 1.352.299 Fahrzeuge
2022 ca. 150.816 Fahrzeugeca. 97.053 Fahrzeugeca. 95.453 Fahrzeugeca. 497.898 Fahrzeugeca. 111.586 Fahrzeugeca. 340.799 Fahrzeuge ca. 1.293.605 Fahrzeuge
2023 ca. 141.144 Fahrzeugeca. 91.060 Fahrzeugeca. 89.549 Fahrzeugeca. 480.821 Fahrzeugeca. 107.745 Fahrzeugeca. 328.757 Fahrzeuge ca. 1.239.076 Fahrzeuge
2024 ca. 131.285 Fahrzeugeca. 84.920 Fahrzeugeca. 83.537 Fahrzeugeca. 461.162 Fahrzeugeca. 103.587 Fahrzeugeca. 316.185 Fahrzeuge ca. 1.180.676 Fahrzeuge
2025 ca. 120.420 Fahrzeugeca. 77.938 Fahrzeugeca. 76.682 Fahrzeugeca. 438.703 Fahrzeugeca. 98.842 Fahrzeugeca. 301.210 Fahrzeuge ca. 1.113.795 Fahrzeuge
2026 ca. 109.723 Fahrzeugeca. 70.592 Fahrzeugeca. 69.467 Fahrzeugeca. 415.539 Fahrzeugeca. 93.934 Fahrzeugeca. 286.072 Fahrzeuge ca. 1.045.327 Fahrzeuge

Auch hier altern die Autos, die man gern behält, langsamer als die, die man fährt, bis es nicht mehr geht:

  • Cabrios und Sportwagen halten sich: VW Eos −21 Prozent (55.154 → 43.583), Audi TT −19 Prozent, Audi R8 −14 Prozent, Mercedes CL −9 Prozent.
  • Familien- und Arbeitsautos gehen schneller: Kia Carens −52 Prozent, Kia Cee'd −47 Prozent, Ford Transit −46 Prozent, Peugeot 207 −41 Prozent.
  • Die beiden Großen liegen dazwischen: Corsa D −25 Prozent, Fabia 2 −25 Prozent — bei ihrem Bestand heißt das: Für diese beiden Autos wird man noch sehr lange jede Lampe an jeder Tankstelle bekommen.

LED-Umrüstung: acht Baureihen haben eine Freigabe

Für das Abblendlicht gibt es bei acht Baureihen dieses Jahrgangs mindestens eine LED-Nachrüstlampe mit Freigabe des Herstellers. Ob sie für Dein Auto gilt, hängt am Scheinwerfer und seiner Genehmigungsnummer, nicht am Modellnamen — auf der jeweiligen Modellseite steht, welche Ausführungen abgedeckt sind:

Drei Dinge gelten für den ganzen Jahrgang:

  • Erst die Ausführung klären, dann kaufen. Bei 14 der 30 Baureihen gab es Halogen und Xenon nebeneinander, bei Fabia 2 und Roomster H4 und H7 — der Modellname allein beantwortet die Frage nicht. Wie Du es am Scheinwerfer erkennst: H4 oder H7 im Abblendlicht?
  • Bei Xenon nicht selbst schrauben und nicht auf LED umrüsten. Warum: Sicherheit geht vor.
  • LED nur mit Freigabe. Was dabei zu beachten ist: LED-Licht nachrüsten.

Und wenn Dein Auto aus einem anderen Jahr stammt: Über die Suche auf der Startseite findest Du seine Birnenliste — mit dem Modellnamen, der Schlüsselnummer aus dem Fahrzeugschein oder der Fahrgestellnummer.

Häufige Fragen zum Autojahrgang 2006

Welche Autos kamen 2006 neu auf den Markt?

In unseren Fahrzeugdaten sind es 30 Pkw-Baureihen mit eigener Birnenliste, darunter Opel Corsa D, Škoda Fabia 2, Peugeot 207, Škoda Roomster, Ford S-Max und Galaxy, Toyota Auris, VW Eos, Audi TT 8J, Audi R8, BMW X5 E70 und die Transporter Fiat Ducato 250, Citroën Jumper, Peugeot Boxer, Mercedes Sprinter NCV3, VW Crafter und Ford Transit. Zum 1. Januar 2026 waren von ihnen zusammen noch 1.419.371 Fahrzeuge in Deutschland zugelassen.

Hat mein Auto von 2006 H4 oder H7 im Abblendlicht?

Meistens H7: 19 der 30 Baureihen dieses Jahrgangs fahren eine H7 im Abblendlicht, nur 7 eine H4 — Ford Transit, Suzuki SX4, Chrysler Nitro, Dodge Caliber, Ford Ranger und, je nach Scheinwerfer, Škoda Fabia 2 und Roomster. Einzelne Ausreißer gibt es bei den Japanern: Der Toyota RAV4 nutzt H11, der Auris HIR2 und der Mitsubishi Outlander HB4. Welche Birne in Deinem Scheinwerfer sitzt, steht auf der Modellseite Deines Fahrzeugs.

Was ist eine H15-Birne, und welche Autos von 2006 haben sie?

Die H15 ist eine Halogenlampe mit zwei Glühfäden, 55 und 15 Watt: Der starke Faden macht das Fernlicht, der schwache das Tagfahrlicht. Im Jahrgang 2006 steckt sie in vier Baureihen — in den Transportern Fiat Ducato 250, Citroën Jumper und Peugeot Boxer sowie im VW Eos. Ersetzen kannst Du sie nur durch eine H15, nicht durch eine H1 oder H7.

Warum kann ich bei meinem Auto von 2006 die dritte Bremsleuchte nicht wechseln?

Weil sie bei den meisten Baureihen dieses Jahrgangs keine Birne hat: Bei 19 von 30 ist die dritte Bremsleuchte in mindestens einer Ausführung eine fest verbaute LED-Einheit. Fällt sie aus, wird die ganze Leuchte ersetzt. Eine wechselbare Birne sitzt dort nur bei wenigen, etwa W16W bei Ford S-Max, Galaxy und Transit oder P21W bei Ducato, Jumper und Boxer.

Darf ich mein Auto von 2006 auf LED-Abblendlicht umrüsten?

Nur, wenn es für Deinen Scheinwerfer eine Freigabe gibt — und die gilt je Genehmigungsnummer, nicht je Modell. Aus dem Jahrgang 2006 haben acht Baureihen mindestens eine solche Freigabe: Opel Corsa D, Škoda Fabia 2 und Roomster, Peugeot 207, Fiat Ducato 250, Citroën Jumper, Peugeot Boxer und Mercedes Sprinter NCV3. Ob Deine Ausführung dazugehört, steht auf der Modellseite im Abschnitt zur LED-Umrüstung. Xenon-Scheinwerfer lassen sich nicht auf LED umrüsten.